Diese Zeilen schreibe ich direkt aus dem Urlaub – dank sehr dürftigem Internetzugang (Berge) mit Abstand zum Weltgeschehen und dahingehend zumindest etwas erholt.
Die letzten Wochen zu Hause haben mich ganz schön ausgelaugt, nicht zuletzt, weil mich der Blick in die Nachrichten auf so viele Weisen deprimiert hat. Noch schlimmer als die Krisen hier und da wiegt für mich das Gefühl, nichts bzw. kaum etwas ausrichten zu können. Vielen Freund*innen geht es auch so; man flüchtet sich in Arbeit und Alltag.
Ein kleines Erdbeben in der Rhein-Neckar-Region gab’s im September auch (ich dachte kurz, dass ich jetzt wirklich den Verstand verliere, als alles gewackelt hat).
Hier kommt mein Versuch, einen kleinen Beitrag zu Inspiration und liebevoller Unterhaltung zu leisten.
Und damit willkommen (zurück) zu meinem Blog.
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Ende des Jahrzehnts wird die AI in der Lage sein, uns alle zu killen. Claude visualisiert schon mal, wie es aussehen würde, wenn unsere Landhausküche mit unserem Blut überströmt wäre.
DOKU TIPP
French House bzw. French Touch war nie mein Ding. Dabei liefen Cassius, Justice, Daft Punk und Co. in meinen ersten Jahren in Berlin rauf und runter. Also auf jeder Party, im Radio und sogar im Copyshop – Copyshop? Ja genau, so lange ist das nämlich schon her – die Musik ist aus heutiger Sicht eigentlich Oldies.
Im August habe ich eine Doku über DJ Mehdi gesehen, der mir bislang gar nichts sagte. Die 6-teilige Doku-Reihe über den französischen Produzenten und DJ, der seine Ursprünge eigentlich im Hip-Hop hat, ist sehr interessant und verpasst einem 1000 Ohrwürmer. French Touch war dadurch bei mir Soundtrack der letzten Altweiber-Sommer-Wochen. Eine richtig coole Playlist habe ich noch nicht gefunden, aber hier ist der Link zur Doku:
Ja, auch Mr. Oizo zählt zu French Touch!
PORTFOLIO
Ein Projekt aus dem letzten Jahr, das ich gemeinsam mit Annika Goepfrich (Studio Sosa) machen durfte.
Für mich war das ein schöner Ausflug in die Signaletik und Wandgestaltung!
Annika hatte ich übrigens letztens ein paar Fragen gestellt.
UND SONST SO?
KALLES KORNER
Kalle war bislang kein großer Freund von Wasser. Maximalkontakt mit den Füßen im Sommer. Wir rätseln, warum er das kühle Nass auf einmal für sich entdeckt hat: War es der besonders heiße Sommer, der ihn auf den Geschmack gebracht hat? Oder hat unsere liebe Hundesitterin in Ludwigshafen ihm heimlich schwimmen beigebracht? Er sagt es uns nicht.
Savas putzt jetzt Fenster aber immerhin unstützt ihn jemand mit gut gestaltetem Marketingmaterial.
Wackelkontakt von Wolf Haas
Mafia, Zeugenschutz, Mord, Puzzle, Trauerreden, kauzige Protagonist*innen. In diesem Buch gibt’s zwei Geschichten in einer und ich finde die Art, wie sie miteinander verwoben wurden, überraschend und unterhaltsam. Und mehr kann ich auch schon nicht darüber sagen, denn das würde zu viel verraten …
Und dann war ich auch noch auf der Wies’n! Erstmalig, wohl gemerkt. Auf das Trend-Getränk Saure Maß (Bierschorle, mit Mineralwasser) bin ich gleich aufgesprungen, obwohl ich erst gar nicht glauben konnte, dass es sowas gibt. Man ist damit während eines mehrstündigen Aufenthalts auf dem Oktoberfest eben klar im Vorteil.
Seit Jahren zähle ich verschiedene Organisationen zu meinen Kund*innen, die ehrenamtliches Engagement unterstützen, also die Arbeit in Vereinen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Vereine sind Orte der Integration, der Teilhabe, der Bildung und des Demokratieverständnisses. Sie sind Puzzlestücke einer stabilen Gesellschaft. Hier hilft man sich gegenseitig, lernt andere Lebensrealitäten kennen, bleibt in Verbindung und widmet sich etwas Gemeinsamem (oft trotz unterschiedlicher Meinungen). Hier sprechen manchmal Menschen miteinander, die sich sonst nichts mehr zu sagen haben. Angesichts der jüngsten Wahlergebnisse wird mir einmal mehr klar, wie wichtig das für unsere Gesellschaft ist.
Anfang Oktober habe ich für eine Veranstaltung einen großen Schwung Medien für regionale Vereine gestaltet. Dabei ist mir aufgefallen, wie katastrophal manche Vereine in Sachen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit aufgestellt sind, obwohl sie tolle und wichtige Arbeit für unsere Demokratie leisten. Das hat mich zu diesem Text bewogen.
Ich bin keine große Freundin davon, Menschen zu unbezahlter Arbeit zu animieren. An dieser Stelle möchte ich aber trotzdem dafür werben, einen Verein Eurer Wahl mit Eurer Expertise und Zeit zu unterstützen.
Viele Vereine könnten bei Erscheinungsbild, Fotografie, Kommunikation, Pressearbeit oder Social-Media-Marketing dringend Unterstützung gebrauchen.
Warum überhaupt Marketing? Damit Vereine wachsen und mehr Menschen aktiv werden. Und da schließt sich der Kreis: Um unsere Demokratie zu stärken, müssen sich mehr Menschen einbringen. Deshalb ist es super, wenn die Ansprache besser und gezielter wird. Also hier mein Aufruf an alle Fotografinnen, Gestalterinnen und Marketing-Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Schon wenig hilft da richtig viel!
Und ganz unabhängig davon: Ob Sport, Naturschutz, Kultur oder Soziales, sucht Euch ein Thema aus, das Euch besonders am Herzen liegt. Sucht in Eurer Nähe nach einem passenden Verein und unterstützt ihn. Das kann mit Eurer Expertise sein oder mit etwas, das Ihr abseits Eures Berufs gerne gebt (vielleicht sogar als Ausgleich zu Eurer eigentlichen Tätigkeit).
Mannheim hat z. B. eine Freiwilligenbörse:
Paddeln, anyone? Wer Lust hat zu spielen, gibt mir Bescheid (ich bin sehr schlecht, biete dadurch aber gute Unterhaltung).
WERBUNG VON HERZEN
So ein cooles Bilderbuch von Lada Chizhova zum Thema Milchzähne! Neben den tollen Illustrationen gibt es auch medizinische Inhalte, die (für Erwachsene) total interessant sind. Absolute Geschenk-Empfehlung für zahnende Kids.
PAAR FRAGEN AN:
Studio Garage (bestehend aus den Grafikdesignerinnen Camilla und Carla) ist ein interdisziplinäres Designstudio aus Mannheim. Carla und Camilla verbinden zeitgenössische Gestaltung, experimentelle Techniken, Illustration, Typografie, Risodruck, Workshops, und mehr um professionelle und spannende Konzepte zu realisieren.
Ihre Herangehensweise zeichnet sich dabei durch eine nahe und herzliche Zusammenarbeit und eine queerfeministische Designpraxis aus. Darüber hinaus bieten sie mit ihrem Format Club Garage Tufting- und Risodruck-Workshops an.
Ein Entwurf oder mehrere?
Wir sind da etwas zwiegespalten. Mehrere, weil gerade am Anfang da sprudelt meistens ziemlich viel heraus. Andererseits bedeutet das auch, dass Kund*innen gerne aus allen etwas mitnehmen möchten und am Ende ein halbgarer Mix aus allem entsteht. Deshalb ist die Challenge für uns dann vorzusortieren und die stärksten Ideen runterzubrechen.
Mit Club Garage habt Ihr einen physischen Raum für Kreativität und Experimentieren in Mannheim geschaffen. Wie fühlt es sich an, (fremde) Personen in Euren Arbeitsraum zu lassen?
Ziemlich gut. Wir finden es schön, unsere kreativen Ressourcen zu teilen und den Ort zu beleben. Gerade bei den Riso-Workshops lernen wir selbst immer wieder viel – durch neue Herangehensweisen, Überraschungen und Dinge, auf die wir alleine wahrscheinlich nicht gekommen wären. Der Riso-Drucker ist ja auch etwas das kollektiv genutzt werden kann. Und ganz nebenbei zwingt der Besuch uns regelmäßig dazu, unser „kleines“ kreatives Chaos aufzuräumen.
Könnt Ihr Euch eine Welt ohne Social Media vorstellen? Wie würde sie aussehen?
Idyllisch. Schön wärs.
Wir würden uns wahrscheinlich weniger ablenken lassen, Dinge würden sich langsamer verändern und der permanente Vergleich mit anderen würde wegfallen. Social Media macht Gestaltung und generell alles um uns herum schon ziemlich schnelllebig.
Andererseits macht es auch Spaß. Es ist lustig, inspirierend und man stößt immer wieder auf interessante Dinge, die man sonst vielleicht nicht entdeckt hätte. Und natürlich ist es eine ziemlich gute Möglichkeit, sich zu vernetzen und niederschweflig Kontakt zu halten.
Was würdet Ihr Euch wünschen, das Machine Learning jetzt sofort kann?
Angebote schreiben, Kalkulationen machen, Preisverhandlungen führen, Buchhaltung, Rechnungen – eigentlich alles, was mit Selbstständigkeit zu tun hat und nichts mit Gestaltung.
Wir würden die kreativen Aufgaben dann doch ganz gerne selbst behalten 😉
Von wem habt Ihr am meisten oder etwas sehr wichtiges gelernt? (Im Bezug auf Eure Gestaltung)
Wahrscheinlich am meisten voneinander. Wir bringen doch auch unterschiedliche Skillsets mit und lernen dadurch ständig voneinander. Man nimmt automatisch Dinge von der anderen mit, probiert neue Sachen aus und wird mit der Zeit auch selbstbewusster darin, den eigenen Ideen zu vertrauen.
Die absurdeste Anfrage ever:
Teppich-Hose – Wir bieten ja auch Tuftingworkshops an und jemand hat mal angefragt ob wir ihm eine Hose tuften können, aber ne.
Für den nächsten Blogpost haue ich ein paar Südtirol-Tipps raus, habe schon einen spannenden Interview-Partner an der Angel und bereite ein Gewinnspiel vor. Seid gespannt!
Bussi, Eure Uschi