Und damit willkommen (zurück) zu meinem Blog. Schnee, Unfälle, kleine und große Katastrophen, die Welt am Limit, stets verrückten und mächtigen Männern ausgeliefert … Und ich blogge einfach stoisch weiter.
Für alle, neuen Leser*innen kurz zum Hintergrund dieser Publikation: Im Januar 2025 habe ich nach neuen Wegen gesucht, mit Freund*innen und Kund*innen in Kontakt zu bleiben. Und das ohne Social Media. Ein Jahr lang hab ich das, was sonst auf Instagram/LinkedIn gelandet wäre, gebloggt. Aber auf jeden neuen Post musste ich via Social Media hinweisen – relativ absurd. Darum habe ich für 2026 beschlossen, einen Newsletter einzurichten, der auf dem Laufenden hält.
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FILMTIPP
Schwer anzusehen in diesen Zeiten und dennoch toll. Der Spielfilm von Mohammad Rauslof entstand 2024 im Geheimen, das Material wurde aus Iran herausgeschmuggelt und in Deutschland geschnitten. Das Familiendrama ist zwar fiktiv, kontextuell sind aber immer wieder echte, gewaltvolle Aufnahmen der Proteste Rund um den Mord an Jina Mahsa Amini in den Film geschnitten und werden Teil der Geschichte. Dieses Stilmittel war neu für mich und es schafft eine unangenehme Brücke zur Realität …
Woman on Fire von Dr. med. Sheila de Liz
„Alles über die fabelhaften Wechseljahre“ – wow, wie sehr kann man sich Mühe geben, eine Horrorstory als Liebesroman zu verkaufen?
Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und ein Garant für schlechte Laune. Trotzdem empfehle ich es. Denn: Es ist unfassbar, dass wir alle so wenig über unsere Körper wissen; Glaubenssätzen oder Fehlinformationen aufsitzen. Oder dass Gynäkolog*innen häufig wenig Hilfestellung zu den Folgen eines Hormonmangels ab der Perimenopause geben können. Das Thema Menopause wird in ihrer Ausbildung zu kurz behandelt, und in der vorgesehenen Zeit pro Patientin lassen sich Wissenslücken kaum schließen, ganz zu schweigen von einer umfassenden Aufklärung. Deshalb sind wir auf Selbstweiterbildung angewiesen …
P. S. Für deutlich bessere Laune im Bücherbereich sorgt übrigens seit Kurzem Carolin Junge von oh boy! mit ihrem Buchnewsletter oh book!.
PORTFOLIO
Wer die ganze Zeit im Urlaub ist, kann keine Arbeiten für´s Portfolio aufbereiten. Darum gibt’s nen alten Hut. Aber nen schönen! Und leckeren. Aus Mannheim: Corporate Design für das Café KARL OTTO.
UND SONST SO?
WERBUNG VON HERZEN ❣️
Aufgepasst Menschen in und um München, Freistaat Bayern und der Welt: Ich empfehle Euch ein tolles Fotografinnen-Team, die Eure Herzen im Sturm erobern werden. Nicky Kube und Anna Kaspin unterstützen Euch und Eure Brands mit Porträts, Business Shoots und kompletten Bildwelten. Schaut mal vorbei:
Abgefahrene Schaufenstergestaltung in Kyoto
Im März war ich zum ersten Mal in Japan. Die Reise war auf so vielen Ebenen beeindruckend, ich verschone Euch aber mit Urlaubsfotos (ich in einer klitzekleinen japanischen Badewanne) und konzentriere mich auf folgende Reise-Inspo:
Gruppenausstellung „WhereDoWeStand? – Art in Our Time“ im National Museum of Modern Art in Kyoto:
Besonders berührt hat mich die Arbeit 10 years von Tanaka Koki. In der Videoinstallation wird eine Gruppe von Menschen zusammen gebracht, die 2015 – damals noch als Schülerinnen und Schüler – an einem Kokis Werke teilgenommen hatten. Gemeinsam teilen sie die Veränderungen, die sie seither erlebt haben, und die Erkenntnisse, die sie in den vergangenen zehn Jahren gewonnen haben. Hier geht es um ähnliche Themen wie aktuell in Deutschland: Angst vor Krieg und dem Wissen, was ein Weltkrieg mit Generationen anrichtet. Den Verlustängsten einer Industrienation, Herausforderungen durch technologische Entwicklungen oder der Klimakatastrophe, die uns erwarten oder die wir bereits in unserem Alltag spüren.
Diese Verflechtung von privatem Leben und öffentlicher Geschichte hat mich auf seltsame Weise verbunden fühlen lassen.
Stempel:
Mir war nicht klar, dass Japaner*innen solche Stempel-Enthusiast*innen sind. Klar, von den (schön gestalteten und aufwändigen) Eki-Stempeln, die man an Sehenswürdigkeiten oder Bahnhöfen sammeln kann, hatte ich schon mal gehört. Und natürlich hab ich auch selbst gesammelt! Anhand von einer supercoolen Stempelstation im Nationalmuseum Tokyo wird zum Beispiel das Verfahren des Holzdrucks im Kontext der japanischen Kunstform Ukiyo-e mit ihren berühmten Motiven erklärt.Und da musste ich auch gleich an Risographie denken – ähnliche Logik und ja auch eine japanische Erfindung …
Plakate:
Ich weiß nicht, ob ich als Touri einfach mit anderen Augen herumgelaufen bin, aber ich hatte den Eindruck, dass in Japan noch viel mehr (Print-)Plakate genutzt werden. Für alles Mögliche. Ich hab es genossen, denn mein Eindruck war, dass die Gestaltungsqualität wesentlich höher oder zumindest liebevoller ist.
PAAR FRAGEN AN:
BIST DU IN PARTYSTIMMUNG, WASTED GERMAN YOUTH? BANG BANG BERLIN, 1990 WAS A GREAT YEAR, SABOTAGE ESPIONAGE, KIDS WANT TECHNO, 1000 TRÄNEN TIEF, AMEN. Hier kommen ein paar Fragen an Grafikdesigner und Künstler Paul Snowden:
Foto: Paul Snowden
Auszug von Pauls sehr persönlichen Arbeiten aus der aktuellen Austellung DEUTSCHLAND (zusammen mit Martin Bronsema) in der Galerie NIZZA in Berlin. Ausstellung läuft noch bis zum 9. Mai 2026.