JANUAR-MÄRZ 2026
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JANUAR-MÄRZ 2026

What a year this Quartal has been!

Und damit willkommen (zurück) zu meinem Blog. Schnee, Unfälle, kleine und große Katastrophen, die Welt am Limit, stets verrückten und mächtigen Männern ausgeliefert … Und ich blogge einfach stoisch weiter.

Für alle, neuen Leser*innen kurz zum Hintergrund dieser Publikation: Im Januar 2025 habe ich nach neuen Wegen gesucht, mit Freund*innen und Kund*innen in Kontakt zu bleiben. Und das ohne Social Media. Ein Jahr lang hab ich das, was sonst auf Instagram/LinkedIn gelandet wäre, gebloggt. Aber auf jeden neuen Post musste ich via Social Media hinweisen – relativ absurd. Darum habe ich für 2026 beschlossen, einen Newsletter einzurichten, der auf dem Laufenden hält.

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FILMTIPP

Die Saat des heiligen Feigenbaums

Schwer anzusehen in diesen Zeiten und dennoch toll. Der Spielfilm von Mohammad Rauslof entstand 2024 im Geheimen, das Material wurde aus Iran herausgeschmuggelt und in Deutschland geschnitten. Das Familiendrama ist zwar fiktiv, kontextuell sind aber immer wieder echte, gewaltvolle Aufnahmen der Proteste Rund um den Mord an Jina Mahsa Amini in den Film geschnitten und werden Teil der Geschichte. Dieses Stilmittel war neu für mich und es schafft eine unangenehme Brücke zur Realität …

Was ich gerade lese:

Woman on Fire von Dr. med. Sheila de Liz

„Alles über die fabelhaften Wechseljahre“ – wow, wie sehr kann man sich Mühe geben, eine Horrorstory als Liebesroman zu verkaufen?

Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven und ein Garant für schlechte Laune. Trotzdem empfehle ich es. Denn: Es ist unfassbar, dass wir alle so wenig über unsere Körper wissen; Glaubenssätzen oder Fehlinformationen aufsitzen. Oder dass Gynäkolog*innen häufig wenig Hilfestellung zu den Folgen eines Hormonmangels ab der Perimenopause geben können. Das Thema Menopause wird in ihrer Ausbildung zu kurz behandelt, und in der vorgesehenen Zeit pro Patientin lassen sich Wissenslücken kaum schließen, ganz zu schweigen von einer umfassenden Aufklärung. Deshalb sind wir auf Selbstweiterbildung angewiesen …

P. S. Für deutlich bessere Laune im Bücherbereich sorgt übrigens seit Kurzem Carolin Junge von oh boy! mit ihrem Buchnewsletter oh book!.

PORTFOLIO

Karl Otto Supercafé

Wer die ganze Zeit im Urlaub ist, kann keine Arbeiten für´s Portfolio aufbereiten. Darum gibt’s nen alten Hut. Aber nen schönen! Und leckeren. Aus Mannheim: Corporate Design für das Café KARL OTTO.

UND SONST SO?

Holzwurming around

Endlich darf ich eine Kreissäge bedienen! Habe im Februar nämlich einen Werkstattkurs in der Holzwerkstatt des Maker Space Rhein Neckar gemacht und was soll ich sagen: Liebe auf den ersten Blick. Man kommt rein und der Vibe passt. Supernette Leute, alle nerden an ihren Projekten rum, das ist einfach toll. Schaut mal vorbei, vielleicht ist auch was Schönes für Euch vorbei, es wird dort nämlich auch genäht, gelötet, 3D-gedruckt und wasweißichnichtalles.

WERBUNG VON HERZEN ❣️

Verbildlicht:
Business Foto- und Videografie in und um München

Aufgepasst Menschen in und um München, Freistaat Bayern und der Welt: Ich empfehle Euch ein tolles Fotografinnen-Team, die Eure Herzen im Sturm erobern werden. Nicky Kube und Anna Kaspin unterstützen Euch und Eure Brands mit Porträts, Business Shoots und kompletten Bildwelten. Schaut mal vorbei:

Abgefahrene Schaufenstergestaltung in Kyoto

BIG IN JAPAN

Im März war ich zum ersten Mal in Japan. Die Reise war auf so vielen Ebenen beeindruckend, ich verschone Euch aber mit Urlaubsfotos (ich in einer klitzekleinen japanischen Badewanne) und konzentriere mich auf folgende Reise-Inspo:

Gruppenausstellung „WhereDoWeStand? – Art in Our Time“ im National Museum of Modern Art in Kyoto:
Besonders berührt hat mich die Arbeit 10 years von Tanaka Koki. In der Videoinstallation wird eine Gruppe von Menschen zusammen gebracht, die 2015 – damals noch als Schülerinnen und Schüler – an einem Kokis Werke teilgenommen hatten. Gemeinsam teilen sie die Veränderungen, die sie seither erlebt haben, und die Erkenntnisse, die sie in den vergangenen zehn Jahren gewonnen haben. Hier geht es um ähnliche Themen wie aktuell in Deutschland: Angst vor Krieg und dem Wissen, was ein Weltkrieg mit Generationen anrichtet. Den Verlustängsten einer Industrienation, Herausforderungen durch technologische Entwicklungen oder der Klimakatastrophe, die uns erwarten oder die wir bereits in unserem Alltag spüren.
Diese Verflechtung von privatem Leben und öffentlicher Geschichte hat mich auf seltsame Weise verbunden fühlen lassen.

Stempel:
Mir war nicht klar, dass Japaner*innen solche Stempel-Enthusiast*innen sind. Klar, von den (schön gestalteten und aufwändigen) Eki-Stempeln, die man an Sehenswürdigkeiten oder Bahnhöfen sammeln kann, hatte ich schon mal gehört. Und natürlich hab ich auch selbst gesammelt! Anhand von einer supercoolen Stempelstation im Nationalmuseum Tokyo wird zum Beispiel das Verfahren des Holzdrucks im Kontext der japanischen Kunstform Ukiyo-e mit ihren berühmten Motiven erklärt.Und da musste ich auch gleich an Risographie denken – ähnliche Logik und ja auch eine japanische Erfindung …

Plakate:
Ich weiß nicht, ob ich als Touri einfach mit anderen Augen herumgelaufen bin, aber ich hatte den Eindruck, dass in Japan noch viel mehr (Print-)Plakate genutzt werden. Für alles Mögliche. Ich hab es genossen, denn mein Eindruck war, dass die Gestaltungsqualität wesentlich höher oder zumindest liebevoller ist.

PAAR FRAGEN AN:

Mr. Paul Snowden

BIST DU IN PARTYSTIMMUNG, WASTED GERMAN YOUTH? BANG BANG BERLIN, 1990 WAS A GREAT YEAR, SABOTAGE ESPIONAGE, KIDS WANT TECHNO, 1000 TRÄNEN TIEF, AMEN. Hier kommen ein paar Fragen an Grafikdesigner und Künstler Paul Snowden:

Foto: Paul Snowden

1. Du hast Anfang des Jahres Dein Buch @sabotageespionage-THE BOOK im Selbstverlag herausgebracht. Kannst Du kurz sagen, was die Idee hinter dem Projekt war und ob alles genauso geworden ist, wie Du es Dir gewünscht hast? naja wie alles geworden ist kann man im buch und online lesen. interessanter ist einfach ein buch zu machen. und ich wollte ein richtiges buch machen. mit verlag. mit barcode. mit 100% creative freedom. ein buch für die ewigkeit. ein coffee table buch. BIG. nummeriert, limitiert. ein buch, das — wenn man es bekommt — sagt wow, yeah, omg oder so. und das habe ich alles gemacht. the unfun flip side ist of course: finanzierung. planung. work flow. rechtschreibfehler. satzfehler. tippfehler. profilfehler. farbfehler. druckfehler. every other fehler imaginable and then all those i never knew even existed. forgetting names. misspelling names. jobs named wrong. wrong jobs. then me making a book that weighs 2.5kg. which is nice and good until u have to ship the fucker. 4 of my books weigh 10 kilos. 8 books weigh 20 kilogramm. daher sackkarre kaufen, aber sowas wollte ich immer haben. packaging. boxes. finally buy those red sleeves u stick on outside for the CN23’s. dhl (all those xmas gifts to my paketshop guys over the years certainly paid off). zoll. then all that paperwork for those fancy red sleeves. then. brexit… fuck brexit. rücksendungen mit extra import zoll. falsche adressen im ausland. nochmal schicken. nochmal paperwork. nochmal dhl. nochmal zoll. the 2% of books that fell apart which turned out to be a production issue. good we solved that, but sadly most of them arrived abroad… in england, the usa, canada. daher nochmal schicken. nochmal paperwork. nochmal dhl. nochmal zoll. oh and then that printers invoice that needs paying. and dont forget now paul, tidy the shit up and then welcome to the jungle of tax. and more. and so much more. so my next book is gonna be called „how not to make a book“ and its gonna be a pdf. write it. export it. mail it. fertig 2. Du bist durch das Projekt mit vielen Akteur*innen von damals in Verbindung getreten und warst u. a. auch in Mannheim. Sabotage und Mannheim: was gibt es da für eine Verbindung? die sabotage x mannheim verbindung? das kann man alles auch online lesen. daher weiche ich gerne wieder ab. interessanterweise war mannheim die 3. stadt, die ich nach berlin in deutschland besucht habe way back. ich hatte 2 brieffreundinnen in neuseeland gehabt und habe die beiden in mannheim besucht. wir haben nick cave gehört, vhs tapes angeschaut, meinen ersten griechischen salat gegessen und mich über die crazy strassenbenennung und panzer usw. gewundert. aber das war 1988. das nächste mal als ich in mannheim war 2023 um michael dannroth kennenzulernen und um seinen segen für das projekt zu sichern 3. Hast Du einen guten Rat für Menschen, die ein Buch im Selbstverlag herausbringen möchten? erstens: go to 1 zweitens: just do it drittens: hast du noch fragen? better call paul 4. Du bist einer der most influential designer in Germany. Von wem hast Du am meisten oder etwas sehr wichtiges gelernt? bin ich? lol. ja geil. • meine mutter • meine tochter • music • the ppl who made the music • jim thirlwell, peter saville, andy warhol and einstürzende neubauten wegen mein deutsch • designers republic, paul rand, studio anti, chiat day, nike • tristan j. pranyko • me myself and i the shit ton of mistakes i made • all my friends • all my assistants • all my clients • the internet • design, advertising, packaging, airports and every supermarket ive ever been in • nature, travelling, working, running, cycling and oc… raving • youth culture, staying young, staying awake, being alive and open 5. Mr. Paul Snowden, hast Du schonmal vor einer*m Kund*in geweint? never. im the one who makes the clients cry… but yes, also with joy

Auszug von Pauls sehr persönlichen Arbeiten aus der aktuellen Austellung DEUTSCHLAND (zusammen mit Martin Bronsema) in der Galerie NIZZA in Berlin. Ausstellung läuft noch bis zum 9. Mai 2026.

What´s next?

Ich hab mich soooooo schwergetan, mich nach drei Monaten wieder hinzusetzen und diesen Post zu schreiben. Monatlich schien mir als zu stressig, war aber eigentlich deutlich einfacher und hat mir mehr Freude bereitet. Darum peile ich jetzt doch wieder monatliche Lebenszeichen an. Was denkt Ihr?